Historisches

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Author: Emil Mayer (1871-1938)

Am Hof in Wien: Ein Fiaker versorgt seine Pferde selbst mit Wasser.
Bilddatum zwischen 1905 und 1914 Author: Emil Mayer (1871-1938)

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Author: Emil Mayer (1871-1938)

Wien und seine Fiaker haben eine lange gemeinsame Tradition.  Von dieser Verbundenheit zeugt eines der bekanntesten Wienerlieder aus dem Jahr 1885. Fahrten mit den Pferdekutschen zählen heute zu den beliebtesten Touristenattraktionen. Fiaker, die historischen Lohnkutschen, sind aus dem Stadtbild Wiens nicht wegzudenken und präsentieren den Besucherinnen und Besuchern das ganze Jahr über die malerische Kulisse Wiens aus einer besonderen Perspektive.
Viele Pferdekutschen sind über 100 Jahre alt und bieten eine attraktive Möglichkeit, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Genießen Sie das unvergleichliche Flair einer Weltstadt bei einer gemütlichen Fiakerfahrt und staunen Sie über die beeindruckenden Prunkbauten und Palais einer längst vergangenen Zeit. Bei einer Stadtrundfahrt entdecken Sie das zauberhafte Ambiente Wiens und fühlen sich in die Geschichte des Kaiserreichs zurückversetzt.

Standplätze befinden sich am Stephansplatz, Heldenplatz, Michaelerplatz und Petersplatz sowie beim Burgtheater und bei der Albertina hinter der Wiener Staatsoper. Die Preise für Rundfahrten unterschiedlicher Länge werden von der Stadt Wien festgesetzt.

Seit 1984 gibt es bei den Wiener Fiakern auch weibliche Kutscher. Seit 1998 ist in Wien eine spezielle Prüfung, die Fahrdienstprüfung notwendig, um einen Fiaker lenken zu dürfen. Im Rahmen dieser Prüfung werden auch Grundkenntnisse über die wichtigsten Wiener Sehenswürdigkeiten verlangt. Die Betriebsordnung für Fiaker- und Pferdemietwagenunternehmen regelt unter anderem die traditionelle Bekleidung der Fiakerfahrer.

josef schmutz

By Peter at Vienna (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0-at (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en)], via Wikimedia Commons

Author:Peter at Vienna


Das Fiakerdenkmal von Josef Engelhart auf dem Wiener Fiakerplatz in 1030 Wien.
Als in den Sechzigerjahren die Sanierung rund um die Hainburgerstraße durchgeführt wurde, war klar, dass es dort einmal den Fiakerplatz geben werde. Für diesen Standort sollte ein Denkmal geschaffen werden, weil die 1937 von Josef Engelhart stammende Bronzeplastik inzwischen im Hof des „Fiakermuseums“ 1170 Wien, Veronikagasse 12 gelandet war. Als Engelharts Modell für den Fiaker gilt Josef Schmutz, der allgemein „Schuaster Fraunz“ genannt wurde.